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Freuds Dezentrierung des Subjekts im Zeichen der Hermeneutiken Ricoeurs und Lacans

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Rainer Jähnig

Die Auseinandersetzung der reflexionsphilosophischen Position Ricoeurs mit der neo-strukturalistischen Lacans - speziell anhand des Freudschen Werkes - verweist über die offensichtliche Gegensätzlichkeit beider philosophischer Standpunkte auf grundlegende Gemeinsamkeiten, die sich zentral in ihrer Sprachauffassung als Möglichkeitsbedingung der psychoanalytischen Erfahrung bekunden.
Distanz und Annäherung beider philosophischer Positionen verdeutlichen sich in der hermeneutischen Bestimmung der Psychoanalyse, in der sprachlichen Strukturierung des Unbewussten und in dem Bemühen, eine Standortbestimmung des psychoanalytischen Subjekts zu geben. Der ständige Rekurs Ricoeurs und Lacans auf Freud nötigt zum einen zur Rekonstruktion der Freudschen Texte im Hinblick auf die Angemessenheit einer reflexionsphilosophischen oder einer struktural-linguistischen Interpretation, zum anderen betont er die Relevanz Freuds für die heutige Philosophie.
Aus dem Inhalt: Die hermeneutische Bestimmung der Psychoanalyse - Der Wunsch und sein Gesetz - Die Stukturierung des Unbewussten - Die Sprache des Traumes - Die Sprache des Unbewussten und das Unbewusste als Sprache - Die Philosophie des psychoanalytischen Subjekts.