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Die Schule als Ort «künstlicher Intelligenz»

Bruchstücke zu einem Steckbrief der Regelschule

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Baldur Kozdon

Im Laufe ihrer noch nicht langen Geschichte hat sich die Regelschule mit einer Fülle von Künstlichkeiten befrachtet. Schule ist künstlich im Sinne ihres gesellschaftlichen Auftrags, als «System», als «optimale Organisation von Lernprozessen». Es liegt nahe, in ihr einen Affront gegen jugendliche «Unzerknittertheit» zu erblicken. Schon bei Pestalozzi ist von einer «künstlichen Erstickungsmaschine» die Rede.
Wie steht es wirklich um den Gegensatz Jugend - Schule? Wird er nicht dadurch gemildert und u.U. gegenstandslos, dass Menschen selbst in rauhen Mengen Künstlichkeit konsumieren und ständig neue Künstlichkeiten hervorbringen? Hat nicht die Zivilisierung der Kindheit geradezu unheimliche Fortschritte gemacht? Ist es nicht auffallend, wie viele junge Menschen sich zu Künstlichkeit und Raffinement hingezogen fühlen ...?
Aus dem Inhalt: U.a.: Künstlichkeit als Grundzug geplanten Lehrens und Lernens - Ansätze zur Eindämmung von Künstlichkeit im Unterricht - Die Schule im Zeichen aufgeprägter Funktionalität - Die Schule in der Einflusszone des cartesianisch-technokratischen Weltbilds - Schule als «offenes System»?