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Günter Eichs «Träume»

Hörspiel und Rezeption

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Ruth Schmitt-Lederhaus

Günter Eich gilt als einer der Schöpfer und vielleicht als Vollender der akustisch-dramatischen Gattung Hörspiel; seine in den 50er Jahren gesendeten Arbeiten haben dem Genre zu poetischer Reife und literarischem Rang verholfen. Trotzdem ist der Hörspielautor Eich gegenüber dem Lyriker weniger ins Blickfeld der Interpreten getreten. Überdies wurde dem Hörspiel «Träume» weniger Aufmerksamkeit zuteil als anderen Werken; denn obwohl die Erstsendung dieses Hörspiels als «Geburtsstunde des Hörspiels» bezeichnet wurde, ist dieses Werk das am wenigsten intensiv gedeutete.
Die Autorin widmet sich der Rezeption, die das Radiowerk «Träume» bisher erfahren hat und legt - als wichtigsten Teil der Arbeit - eine detaillierte Analyse vor, d.h. sie sucht und findet hinter den Dialogen der fünf Träume durch Assoziationen die latenten Traumgedanken.
Aus dem Inhalt: Zur Gattung Hörspiel - Reaktion auf die Erstsendung und Rezeption der «Träume» - Zur Traumdeutung im Wandel der Zeit - Literarische Träume - Interpretation des Hörspiels «Träume» nach dem close-reading-Verfahren - Vergessen versus Erinnerung.