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Revolte, Geschlechterkampf und Gemeinschaftsutopie

Studien zur expressionistischen Prosa Franz Jungs und Curt Corrinths

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Karl-Wilhelm Schmidt

In konsequent autobiographischer Prosa führt Franz Jung den «Geschlechterkampf» als Subjekt-Subjekt-Entfremdung vor. Er kompiliert - durch O. Gross vermittelte - psychoanalytische und anarchistische Theoreme zu einer «Mutterrechts»-Utopie, in der der «Gemeinschaftsrhythmus» erlebbar wird. Jung ersetzt Sukzession, Kausalität und Narrativik durch Parataxe, Assoziation und Simultaneität. Curt Corrinth, ebenfalls Bohème-Anarchist, wird als spätexpressionistischer Vitalist vorgestellt. In seiner - an Jugendstil-Topoi reichen - Prosa kulminiert die Beschwörung des Erosrausches in einer immoralistischen Ethik, in Weltfluchthaltung und Mythisierungstendenz.
Aus dem Inhalt: U.a. Beziehungslosigkeit, Geschlechterkampf und Subjekt-Subjekt-Entfremdung - Zur Erzähltechnik und Wirkungsintention Franz Jungs - Vitalismus und Utopismus in Curt Corrinths expressionistischen Romanen.