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Über Grenzen

Polnisch-deutsche Beiträge zur deutschen Literatur nach 1945

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Wolfgang Braungart

Dass sich die Literatur der Gegenwart kaum mehr überblicken und schon gar nicht in einer klaren kategorialen Ordnung beschreiben lässt, scheint ausgemacht. Und doch lassen sich einige Tendenzen nicht übersehen: Gegenwartsliteratur ist - wie die Literatur der Moderne überhaupt - in aller Regel poetologisch und ästhetisch hochreflektierte Literatur. Sie besinnt sich in den letzten Jahren verstärkt literarischer Traditionen und setzt sich mit ihnen auseinander. Sie ist schliesslich auch skeptisch geworden (selbst gegenüber ihren eigenen Möglichkeiten) und interessiert sich mehr für das Groteske und Absurde denn für die hoffnungsfrohe Utopie.
Diesen Aspekten geht der Band in poetologisch-ästhetischen und rezeptionsgeschichtlichen Studien und in Interpretationen zu Lyrik und Prosa nach. Die Beiträger sind Germanisten der Universitäten Lodz und Giessen.
Aus dem Inhalt: I. Poetik und Ästhetik: Der ästhetische Begriff nach 1968; Realismus bei Dieter Wellershoff; Grass und die Novelle - II. Interpretationen zur Prosa: Arno Schmidt; Maria Beig; Thomas Bernhard - III. Interpretationen zur Lyrik: Paul Celan; Ingeborg Bachmann - IV. Traditionsaneignung: Traditionsprobleme bei Botho Strauss und Karin Struck; Hölderlin nach 1945; Expressionismus bei Franz Csokor - V. Didaktik: Gegenwartsliteratur im Fremdsprachenunterricht.