Show Less
Restricted access

Leonhard Frank und die Weimarer Zeit

Series:

Christian Schmeling

Die zentralen Motive des Weimarer Werkes von Leonhard Frank werden in ihrer Verbundenheit mit Literatur und Geschichte untersucht. Ausgehend von Franks Justizkritik wird der Nachweis erbracht, dass ihm eine Synthese von sozialen, ethischen und institutionellen Aspekten der Kritik gelingt, die von anderen Dichtern in ihrem Oeuvre isoliert betrachtet werden. Der Autor beweist, dass Frank das Attribut «human» betont, um einsichtig zu machen, dass ein Entwurf einer besseren Gesellschaft nur unter der Voraussetzung der Anerkennung anthropologischer Grundkonstanten denkbar ist. Diese Prämisse stellt besonders die Analyse der Romane und Novellen Franks heraus, die die zunehmenden Verhaltensunsicherheiten des modernen Menschen auf dem Gebiet von Ehe, Liebe und Erotik reflektieren.
«Der Autor weist nach, dass Leonhard Franks Weimarer Werk in dem Sinne literarisches Dokument der Krise und des Scheiterns der ersten deutschen Demokratie ist, als es das Problem der Verantwortung des einzelnen Menschen für den Geschichtsverlauf ins Blickfeld rückt.» Professor Dr. G. Häntzschel
Aus dem Inhalt: Justiz: Stabilisierung der Verbrechensursachen durch deren Individualisierung - Die Konzeption eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz im Protestroman «Der Bürger» - Der berechtigte Erfolg und die Ambivalenz legitimer Liebe - Die Synthese von Emotion und Sinnlichkeit: Sinnerfüllte Liebe.