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Im Labyrinth der Zeichen

Zur Textsemiotik Umberto Ecos

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Ursula Ahlborn-Rizzuto

Wie funktionieren Texte im allgemeinen und narrative im besonderen? Umberto Eco geht, aufbauend auf seinen texttheoretischen Studien, dieser Frage nach, indem er in «Lector in fabula» das Zusammenspiel von Autor-Text-Leser konkret an narrativen Texten analysiert, ohne jedoch an ein definitives Ziel zu gelangen, da die Lektüre eines narrativen Textes ähnlich einem rhizomförmigen Labyrinth weder Mittelpunkt noch Anfang oder Ende hat. Hierin unterscheidet sich auch der zu «Lector in fabula» gleichzeitig entstandene Roman «Il nome della rosa», in dem der Lehrling-Leser noch durch ein klar strukturiertes manieristisches Labyrinth bis ans Ziel geführt wird. In einem solchen sind jedoch auch die Interpretationsfreiheiten und -zwänge, also die pragmatische Seite unserer anfänglichen Frage klarer umrissen und abgegrenzt, und hierum geht es in der textsemiotischen Studie Ecos «Lector in fabula». Mit dem epistemologischen Problem stellen sich auch zugleich ästhetische und nicht zuletzt das der Lust am Text.
Aus dem Inhalt: Es wird Ecos Weg von der mittelalterlichen Ästhetik über die Massenkultur zur allgemeinen Textsemiotik hin umrissen, um dann ausführlich und kritisch auf Ecos Ansatz einer Textsemiotik eingehen zu können.