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Lehrerin des Schönen, Wahren, Guten

Literatur und Frauenbildung im ausgehenden 18. Jahrhundert am Beispiel Sophie von La Roche

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Ingrid Wiede-Behrendt

Die Verfasserin des ersten deutschen Frauenromans, die Herausgeberin einer Zeitschrift für «Teutschlands Töchter», die Freundin Wielands, die erfolgreiche Salondame, die Mutter Maximilianes (in die sich der junge Goethe verliebt), die Grossmutter von Bettina und Clemens Brentano - dies sind die Etiketten, die Sophie von La Roche (1730 bis 1807) anhaften. Die Untersuchung versteht sich als Aufarbeitung des von der Literaturgeschichte vernachlässigten und grossenteils vergessenen Dialogs der Sophie von La Roche mit der Gesellschaft ihrer Zeit über den Weg verschiedener Genres des 18. Jahrhunderts: ein Dialog, der wichtige Aufschlüsse gibt über die Vorstellungen von Bildung und Moralität, Sozietät und Natürlichkeit, Intellekt und Sensibilität in der Spätaufklärung, insbesondere in Hinblick auf die Stellung der Frau.
Aus dem Inhalt: Sophie von La Roche im gesellschaftlichen und literarischen Kontext des ausgehenden 18. Jahrhunderts; die Aufklärung der Frau - ein Sonderweg? Die empfindsam-didaktische Frauenliteratur der Sophie von La Roche; «Tugend und schöne Kenntnisse» - eine weibliche Aufklärungsutopie?