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Arbeit am Mythos Frau

Weiblichkeit und Autonomie in der literarischen Mythenrezeption Ingeborg Bachmanns, Christa Wolfs und Gertrud Leuteneggers

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Dorothe Schuscheng

Die Arbeit knüpft an bereits vorliegende Untersuchungen zu patriarchalen Mythentraditionen an. Sie geht der Frage nach, welche Vorstellungen von Weiblichkeit und Autonomie die literarischen Mythenrezeptionen von Gegenwartsautorinnen indizieren. Diese Frage erhält ihre Brisanz einmal dadurch, dass hier Texte weiblicher Mythenrezipienten in den Blick genommen werden. Zum anderen ergibt sich die Brisanz aus der bereits laut gewordenen Kritik, die in der Öffnung von Schriftstellerinnen für mythische Traditionen vor allem eine regressive Tendenz sieht.
Aus dem Inhalt: Rezeption des biblischen Gomorrha-Mythos und Bearbeitung des Undine-Motivs in Erzählungen Ingeborg Bachmanns - Rezeption des Troja-Mythos in Christa Wolfs Erzählung «Kassandra» - Rezeption der sumerisch-babylonischen Mythen um Gilgamesch, Enkidu und die Hure in Gertrud Leuteneggers dramatischem Poem «Lebewohl, Gute Reise».