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Frühformen der chinesischen Autobiographie

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Die Autobiographie wird von bedeutenden westlichen Literaturwissenschaftlern als ein dem Abendland eigentümliches Phänomen angesehen. Die vorliegende Arbeit untersucht die ältesten chinesischen Vertreter dieses Genres aus der Zeit von ca. 300 v.u.Z. bis ca. 700 u.Z. auf formale und inhaltliche Besonderheiten; sie zeigt die zugrunde liegenden ethisch-moralischen Prinzipien und die von diesen geprägten literarisch-ästhetischen Maßstäbe jener Zeit auf; sie versucht eine Positionsbestimmung zwischen den Polen Historiographie und Didaktik. Individuelle Motivation, literarische Vorbilder, Natur, Zeit, statisches Lebensbild als Rollenträger versus interpretierende Rückschau auf das Werden einer Persönlichkeit etc. sind weitere Diskussionspunkte.
Aus dem Inhalt: U.a. Poetologische Diskussionen im Alten China - Dianlun-Lunwen - Wenxin-Diaolong - Shitong - Die Selbstdarstellungen von Qu Yuan, Sima Qian, Wang Chong, Ge Hong, Tao Yuanming, Wang Ji u.a. - Reiseliteratur von Mönchen und Laien.