Show Less
Restricted access

Zellenlehre

Der Einfluss Hugo von Mohls auf die Entwicklung der Zellenlehre

Series:

Wilhelm Pelz

Der anatomische Aufbau des Pflanzenkörpers als Objekt systematischer Forschung geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. In diese Zeit fällt auch die erstmalige Verwendung des Begriffes Zelle nach mikroskopischen Studien an pflanzlichen Objekten, ohne dass darin ein Strukturelement des Pflanzenkörpers erkannt wurde. Erst mit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden Zelle, Faser und Gefäss als Grundformen der pflanzlichen Struktur sowie deren Entstehung untersucht. Gleichthematische Untersuchungen über den Zellinhalt bestimmten die Ziele des wissenschaftlichen Strebens. Namen wie Schleiden, Nägeli, Unger, von Mohl u.a. sind mit dieser Entwicklung eng verbunden. Führten deren Studien vielfach nicht über die Erstellung von Theorien hinaus, so waren es vor allem Mohls Untersuchungen die auf der Grundlage exakter Naturbetrachtung nicht nur die Entwicklung der Zellbildungslehre sondern auch des modernen Zellbegriffes massgeblich bestimmten. Es ist das Verdienst Mohls, dass seine Untersuchungen anstelle spekulativer Vorstellungen zu einem exakten, bis ins einzelne ausgebauten Wissen über die Cytogenese führten, aus dem die sich fortentwickelnde Zellenlehre hervorgehen konnte.