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Bildung und Kulturentwicklung

Zur kulturtheoretischen Analyse gesellschaftlich organisierter Bildungsprozesse

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Detlef Tausendfreund

Herkömmliche bildungssoziologische Ansätze sozialisations-, kommunikations-, qualifikations- oder schichtungstheoretischer Art weisen durchgehend zwei Verkürzungen auf: Zum einen untersuchen sie in einer statischen Perspektive stets nur die reproduktiven «Effekte» von Bildungseinrichtungen auf diesen gegenüber «externe» Gesellschaftsbereiche. In diesem einsinnig-mechanischen Funktionalismus wird zum anderen vom gegenständlichen Inhalt von Bildungsinstitutionen abstrahiert, die nämlich eine Sphäre geistiger Produktion und Rezeption darstellen.
Die vorliegende Arbeit überprüft den Entwicklungsstand historischmaterialistischer Kulturtheorie unter dem Gesichtspunkt einer kultursoziologischen Neuorientierung der Bildungssoziologie.
Aus dem Inhalt: Produktivkraftentwicklung - Geistige Produktion - Individuation - «Kultur» als historischer Entwicklungsprozess «reicher Individualität» und Persönlichkeit - Kapitalistische Aneignungsweise und bürgerliche Kulturhegemonie - Bürgerliches Bildungsmonopol: soziale Reproduktion und ideologisch formierter kultureller Erbeprozess.