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Thematisierung im Hörfunk

Eine empirische Untersuchung der Redaktionsarbeit für die aktuelle Berichterstattung in den Hörfunkprogrammen des Westdeutschen Rundfunks

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Michael Krzeminski

Die aktuelle Hörfunkberichterstattung leistet aufgrund der Omnipräsenz des Mediums einen wesentlichen Beitrag zur Thematisierung von Ereignissen in der «öffentlichen Meinung». In einer empirischen Kommunikatorstudie werden die zugrundeliegenden Herstellungsbedingungen und -verfahren am Beispiel der Programmproduktion einer Sendeanstalt (Westdeutscher Rundfunk) untersucht. Das Auswahl- und Entscheidungsverhalten von 13 Untersuchungsredaktionen wird einmal auf die verwendeten Selektionsgesichtspunkte (Nachrichtenfaktoren) hin überprüft, zum anderen werden in vier thematisch definierten Fallstudien die journalistischen Verfahren der Ereignisverarbeitung analysiert. Die Tätigkeit des Hörfunkredakteurs erscheint dabei im wesentlichen von eingespielten Verhaltensroutinen bestimmt, und gängige Thesen über die Möglichkeiten journalistischer Einflussnahme müssen revidiert werden.