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Schwert und Scheide

Der sexuelle und skatologische Wortschatz im Nürnberger Fastnachtspiel des 15. Jahrhunderts

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Johannes Müller

Die sexuelle Metaphorik und ihre sprachschöpferische Potenz erreichten im Nürnberger Fastnachtspiel des 15. Jahrhunderts einen beispiellosen literarischen Höhepunkt. Diese Texte liefern eine schier unermessliche Fülle von entsprechenden Metaphern, Bildern, Wendungen und Ausdrücken. Sie werden in der vorliegenden Arbeit systematisch nach Bildempfängern und Bildspenderbereichen geordnet dargestellt und interpretiert. Da die heutige Sexualsprache teilweise verblüffende Analogien zur spätmittelalterlichen zeigt, bietet das Studium des erotischen Wortschatzes des Fastnachtspiels auch einen geeigneten Einstieg in die Untersuchung der sexuellen Metaphorik der Gegenwartssprache, welche von der Germanistik bislang weitgehend vernachlässigt wurde.
Aus dem Inhalt: Darstellung und Interpretation der sexuellen Metaphern im Fastnachtspiel - Das Verb «geheien» - Sexuelle Agression und Gewalt in der Metaphorik des Fastnachtspiels - Die anale und skatologische Obszönität - Kompromittierende Eigennamen.