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Geschichtsschreibung der Romantik im Spannungsfeld von historischem Roman und Drama

Studien zu Augustin Thierry und dem historischen Theater seiner Zeit

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Roman und Drama rivalisierten zur Zeit der Romantik mit der Geschichtsschreibung um eine angemessene, ästhetisch ansprechende Darstellung historischer Themen. Die Geschichte sollte dem Zeitgenossen wie andere literarische Gegenstände durch Ansprechen seiner «imagination» nähergerückt werden. Wie sich die praktische Umsetzung dieses Vorhabens gestaltete, wird am Beispiel von Augustin Thierrys «Récits des temps mérovingiens» vorgeführt. An dieser Stelle wird eine Forschungslücke geschlossen, insoweit als Thierry (1795-1856), der neben Barante bedeutendste Vertreter der sogenannten 'narrativen' Schule der Geschichtsschreibung von den Rezensenten zwar als romantischer Erzähler (Stichworte: 'couleur locale, drama of the past ages') hochgelobt wurde, die Forschung ihn jedoch auf die Rolle des liberalen Journalisten reduzierte.
Aus dem Inhalt: U.a. Das Geschichtsverständnis eines liberalen Historikers - Zur Handhabung der romantischen Erzähltechnik - Frühmittelalterliche Geschichte als Thema in Roman und Theater von 1775 bis 1840.