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Die grosse Solosuite Guanglingsan

Das berühmteste Werk der frühest notierten chinesischen Instrumentalmusik

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Manfred Dahmer

Keine andere Musikkultur wird ein instrumentales Solostück aufweisen können, das wie die Suite Guanglingsan für die klassische chinesische Qin eine Geschichte von fast 2000 Jahren nachweisen kann. Die erste Notation wurde vor genau 1500 Jahren aufgezeichnet. Schriftlich fixiert ist der gesamte melodische Verlauf mit allen Ornamenten. Die Musik dieses Stückes faszinierte die Historiographen wegen des berühmten «Komponisten» Ji Kang, wegen der politisch interpretierbaren Tonalität und des dramatischen Programms; faszinierte die Dichter wegen der im Mystischen verhüllten Entstehungsgeschichte und nicht zuletzt die Musiker immer wieder.
Eine Musik ist da überliefert, die sich nicht in die bekannten Kategorien chinesischer Musik einordnen lässt in ihrer Konzentration auf kleinste musikalische Einheiten, mit leitmotivartigen Entwicklungen und ungeahnten instrumentalen Charakteristika. Mit diesem Werk werden zum ersten Mal die aussergewöhnlich kunstvollen Kompositionsmethoden der frühesten chinesischen Musik aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Die Griffbrettzither Qin als das wichtigste chinesische Musikinstrument - Die Dramaturgie einer Solosuite: Die Zuordnung von literarischen Programmen zu den Untertiteln - Geschichte, Geschichten und Gedichte aus 12 Jahrhunderten Überlieferung des Guanglingsan - Die Suche nach dem Ursprung einer einmaligen Musik - Die Poesie als Mittel zur Verdeutlichung musikalischer Qualitäten - Strukturen der frühen chinesischen Musik: Filigrane Verflechtungen der Motive / Motivverwandtschaften / Minutiöse kompositorische Vorgänge, Spannungen und Verdichtungen sind aus der präzisen Notation eindeutig ablesbar - Vergleiche mit späteren Versionen.