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Der Epiker als Theatraliker

Thomas Manns Beziehungen zum Theater in seinem Leben und Werk

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Schon die Biographie des Erzählers und Essayisten Mann bezeugt seine Leidenschaft für das Theater. Darüberhinaus aber weist diese Untersuchung auf, dass sich gerade im Werk der «Theatraliker» hinter dem «Epiker» verbirgt. Dabei tritt Theater nicht nur als Institution oder Veranstaltung in Erscheinung, sondern ebenso als Figurenverhalten und als Struktur der erzählten Welt. Das Theater erweist sich als wesentliche Komponente der Kunstauffassung und des Weltbildes des Dichters. Auch seinen Perspektivismus darf man auf diesem Hintergrund nicht allein als Ergebnis erkenntnistheoretischer Prämissen verstehen: er ist Rollenspiel, wie die parodierenden Anknüpfungen an die Tradition oder die verschiedenen Figurationen des «poeta doctus».
Aus dem Inhalt: Th. Mann als Zuschauer, Kritiker, Schauspieler - Felix Krulls Täuschung der Welt in einer Welt der Täuschung - Das Schauspiel der Grösse und der Zauber der Persönlichkeit - Festspiel und «Tempeltheater».