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Geschichte als Ort der Bewährung

Menschenbild und Gesellschaftsverständnis in den deutschen historischen Romanen (1820-1890)

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Michael Limlei

Der Beginn des deutschen historischen Romans steht in engem Zusammenhang mit dem Aufkommen liberalistischen Gesellschaftsdenkens in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Ausgehend von einer kritischen Analyse der zeitgenössischen Gattungsprogrammatik, untersucht die vorliegende Arbeit den weltanschaulichen Gehalt der Genreform. Figurenmaterial, Handlungsverlauf und typische Motivkonstellationen erweisen sich als Ausdruck grundlegenden Vertrauens in einen freiheitlichen Geschichtsverlauf. In der Interpretation ausgesuchter Romane wird die Gattungsentwicklung als zunehmende Einschränkung dieser optimistischen Anlage erkennbar.
Aus dem Inhalt: Theorie und Programmatik des Historischen Romans - Einordnung der Gattung in den historischen und literarischen Kontext - Historische Romane von Hauff, Alexis, Scheffel, Freytag, Stifter, Dahn, C.F. Meyer, Fontane und Raabe.