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Nun bist Du ein verschlossner Brief

Wörtlichkeit und Bildlichkeit in Heinrich von Kleists «Käthchen von Heilbronn» und «Familie Schroffenstein»

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Louis Gerrekens

Das Anliegen dieser Untersuchung ist zu zeigen, dass die in der Forschung zunehmend begegnende Forderung nach einer vorurteilsfreien neuen Lektüre der Prosa Kleists auch in bezug auf dessen Dramen ausgesprochen werden kann. Den Ausgangspunkt liefert die bislang zumeist bagatellisierte Brüchigkeit der dramatischen Handlungsführung, von der sich bei genauem Betrachten herausstellt, dass sie auf eine hintergründige Bilderwelt verweist. Bei der Herausarbeitung und Erörterung dieser Ebene allusiver Bildlichkeit taucht dann die Frage nach dem in den Dramen exponierten Verhältnis Kleists zur Religion, zu zeitgenössischen Literaturerscheinungen (darunter dem «Heinrich von Ofterdingen») und Literaturtheorien auf.
Aus dem Inhalt: Die BrAus dem Inhalt: Die Brüchigkeit eines scheinbaren Märchens - «Die Familie Schroffenstein» und «Das Käthchen von Heilbronn», zwei religiöse Dramen? - Selbstreflexivität und Gattungszugehörigkeit.