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Die Rezeption der Hegelschen «Rechtsphilosophie» in der Sowjetunion

Eine kritische Rekonstruktion ihrer Wirkungsgeschichte

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Paul Gerhard Dietl

Die Skala der Urteile zur «Rechtsphilosophie» in der sowjetischen Forschung reicht von der Verdammung als «preussischer Staatsphilosophie» bis hin zur Würdigung ihres Autors als «Bundesgenossen der Kommunisten.» Die vorliegende Arbeit versucht, die differierenden Deutungen auf ihre weltanschaulich-methodologischen Prämissen zurückzuführen, um so die Paradoxie sichtbar zu machen, die die Rezeption der «Rechtsphilosophie» in der UdSSR durchzieht; es ist die der im Namen des Prinzips Fortschritt kontinuierlich vollzogenen materialistischen vollzogenen materialistischen Überformung der politischen Philosophie Hegels zum Zwecke der Herstellung ihres authentischen Gehalts. Ein Materialanhang dokumentiert die Konjunkturen dieses Prozesses anhand ausgewählter Texte aus den Jahren 1929-1984, die hier zum grossen Teil erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegt werden.
Aus dem Inhalt: Die Paradigmen marxistisch-leninistischer Hegelinterpretation: Der Widerspruch des Fortschrittsbegriffs und seine Fortsetzung in die Kategorien System und Methode - Das Hegelbild Lenins - Der entlarvte Pangermanist: Hegel in der Stalin-Zeit - Materialistische Motive in der «Rechtsphilosophie» - Neuere Tendenzen in den 80er Jahren.