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Öffentlichkeitsprobleme der katholischen Kirche Frankreichs

Eine Theorie kirchlicher Öffentlichkeit angewandt am Beispiel der Geschichte katholischer Sekundarschulgemeinden in Frankreich (1928-1975)

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Christopher Elberg

Die hier entfaltete Öffentlichkeitstheorie greift Ansätze der Frankfurter Schule unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen auf und beschreibt Möglichkeiten, der fortschreitenden Privatisierung der Lebensformen durch individuell gestaltete «Charakteröffentlichkeiten» entgegenzutreten. Der geschichtliche Bezug ist dem Erfahrungsbereich kirchlicher Teilöffentlichkeiten entnommen. Gestützt auf die bislang unerschlossenen Dokumente des Zentralverbandes öffentlicher Schulseelsorger in Frankreich erhebt der Autor die Entwicklungsprinzipien eines halben Jahrhunderts französischer Theologie. Der Befund ist nicht nur repräsentativ für die Öffnung des französischen Katholizismus auf seine säkulare Umwelt, er illustriert auch das Kernproblem des Zweiten Vatikanischen Konzils: die Kirche als Teil der Öffentlichkeit auszuweisen.
Aus dem Inhalt: Die geschichtliche Vieldeutigkeit der Öffentlichkeit und das «proprium christianum» des kirchlichen Publikums - Grundzüge laikaler Schulpolitik und rechtliche Rahmenbedingungen kirchlicher Öffentlichkeit an den Sekundarschulen Frankreichs - Statistische Erfassung der Aumônerien - Geschichtliche Organisationen von Seelsorgern, Eltern und Schülern zur kirchlichen Öffentlichkeit.