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Die Wiederkehr des Absoluten

Studien zur Symbolik des Kristallinen und Metallischen in der deutschen Literatur der Jahrhundertwende

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Ulrich Johannes Beil

Nach dem Zerbrechen der tradierten metaphysischen Ordnungen sehen sich die Autoren des Fin de siècle einem Vakuum des Sinns ausgesetzt. Viele von ihnen suchen nach Symbolen, die noch einmal von einem festen Seinsgrund zeugen, von einem Unverweslichen hinter den Schleiern der Maja. Im Anschluss an die Erörterung «klassischer» esoterischer Denkmodelle, wie sie seit der Romantik wieder stärker rezipiert werden, rückt die Untersuchung Schriftsteller wie Baudelaire und Stifter, wie Hofmannsthal, George, Scheerbart und Mombert ins Zentrum. Dabei zeigt sich, dass die Sehnsucht nach dem «ganz Anderen», nach dem «Harten» und dem «Kristall» nur dort ästhetisch fruchtbringend umgesetzt wird, wo sich der Dichter der Arbeit des Negativen, der Herausforderung der Dissonanzen stellt. Andernfalls erstarrt die «Wiederkehr des Absoluten» in ihrer konservativen Wendung gegen die Modernität.
Aus dem Inhalt: U.a. Babel oder Paradies? Die Kristallsymbolik Baudelaires vor dem Hintergrund der deutschen Romantik - Aspekte der Jahrhundertwende - Kristallisierung des Lebens (Hugo von Hofmannsthal) - Kristall und Ich-Ideal (Stefan George) - Architektonische Apokalypse (Paul Scheerbart) - Die Sehnsucht nach dem Anorganischen.