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Das Egerer Passionsspiel

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Brigitte Lehnen

Bei aller gattungsmässigen, biblischen und literarischen Gebundenheit gibt es spezifische Unterschiede zwischen den einzelnen Textzeugen der geistlichen Dramatik des Mittelalters. Die vorliegende monographische Untersuchung erschliesst den besonderen Bauwillen des um 1500 niedergeschriebenen Egerer Passionsspiels. Sie weist durch den Vergleich mit der gesamten Oster- und Passionsspieltradition die Unhaltbarkeit der bisherigen Behauptungen genealogischer Abhängigkeit von anderen Spieltexten nach und lässt in der Beschreibung des Ineinanders von szenisch-dramatischer und theologisch-liturgischer Ausdeutung des Geschehens, von theatertechnischer Motivierung und theologischer Zeichenhaftigkeit festumrissene Konturen der Spielintention sichtbar werden.
Aus dem Inhalt: U.a. Ort und Zeit - Die Textfassung als kompilatorische Textvariante - Heterogenität und Makrostruktur - Theologisch bestimmte und publikumsgerichtete Dramaturgie - Die Frage nach dem Eindringen sozialer Wirklichkeit in den Spieltext.