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Das Bild der Frau in den Sittenromanen von Frédéric Soulié

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Anette Pieper-Branch

Frédéric Soulié, einer der Pioniere des Fortsetzungsromans im 19. Jahrhundert, stellt Frauenschicksale in den Mittelpunkt seiner Sittenschilderungen. Auf der Grundlage eines Forschungsberichtes, der Vergleiche mit Werken der Höhenkammliteratur erlaubt, und unter Berücksichtigung zahlreicher Zeitdokumente zeigt die vorliegende Arbeit, dass Souliés Bild der Frau und ihrer Lebensbedingungen trotz zahlreicher melodramatischer Elemente, einer auf die Erzeugung von Spannung ausgerichteten Handlungsstruktur der Romane und des Antagonismus von Gut und Böse, der sich vor allem in den mythischen Frauengestalten manifestiert, durchaus authentische Züge trägt. Die Grenzen einer vorwiegend implizit, durch die drastische Schilderung von Missständen geübten Kritik des Autors an der condition féminine seiner Epoche weisen ihn als Mahner und Reformer, nicht aber als Verfechter einer vollkommenen Gleichstellung der Frau mit dem Mann aus.
Aus dem Inhalt: Das Bild der Frau in der französischen Literatur der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts - Souliés Werk zwischen Sensation und Gesellschaftskritik - Die Technik der Personendarstellung - Frau und Gesellschaft - Mythos Frau.