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Untersuchungen zur geschichtlichen Entwicklung literaturdidaktischer Konzeptionen in England

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Volker Hansen

Die muttersprachliche literaturdidaktische Theorienbildung in Grossbritannien ist hierzulande bislang praktisch unbekannt geblieben, obwohl doch reizvolle Perspektiven für die hiesige Fachdiskussion, aber auch für die Literaturwissenschaft zu vermuten sind. Da vor einer Aufarbeitung der dortigen aktuellen Diskussion die Untersuchung muttersprachlicher Literaturvermittlung von ihrer historischen Dimension her angezeigt erschien, hat sich die vorliegende Arbeit das Ziel gesteckt, die geschichtliche Entwicklung der englischen Literaturdidaktik von ihrer Genese in der Renaissance bis in die Gegenwart hinein nachzuzeichnen.
Es ist der wohl überraschendste Befund der Untersuchung, dass zwar schon lange vor Matthew Arnold und F.R. Leavis literaturdidaktische Ansätze für den schulischen und akademischen Bereich existierten, dass muttersprachlicher schulischer Literaturunterricht sich aber erst in den frühen Jahrzehnten unseres Jahrhunderts etablieren konnte, zu einem Zeitpunkt also, da die grossen Werke der englischen Literatur schon längst vorlagen.
Aus dem Inhalt: U.a. Literaturdidaktik in der Renaissance - Der Beitrag der Dissenting Academies - Literaturdidaktik zwischen Evangelikalismus und Utilitarismus - LU und Kreativität - Die Ansätze von T.S. Eliot, I.A. Richards, F.R. Leavis - Das Dartmouth-Seminar (1966): Bestandsaufnahme und Perspektivenreflexion.