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Die Darstellungen der Wundertaten Christi in der Malerei und Graphik des 19. Jahrhunderts

Eine Untersuchung zur christlichen Ikonographie

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Birgit Schulte

Gab es - wie oft behauptet - im 19. Jahrhundert eine Krise der christlich-religiösen Kunst? Diese bisher wenig erforschte Problematik erfährt in der vorliegenden Untersuchung eine kritische Erörterung anhand der Darstellungen der Christuswunder. Die Kunstwerke werden befragt im Hinblick auf ihre Fortführung der Tradition bzw. Modifikationen oder Innovationen im Vergleich mit der Ikonographie der voraufgegangenen christlichen Kunstepochen. Insbesondere wird Wert gelegt auf die Einbeziehung der geistesgeschichtlichen Hintergründe und der Äusserungen von Künstlern und Zeitgenossen zur Erklärung der bei der Bildanalyse festgestellten Phänomene. Als Ergebnis kann formuliert werden, dass die interessante Vielgestaltigkeit der religiösen Kunst im 19. Jahrhundert ein Zeitsymptom darstellt und sie daher für ihre Epoche - im Gegensatz zur bisherigen Annahme - Gültigkeit beanspruchen kann.
Aus dem Inhalt: Geistesgeschichtliche Voraussetzungen nach der Aufklärung: Wunderbegriff, Christologie, Verwissenschaftlichung, Subjektivismus - Ikonographische Analyse der Wunderdarstellungen im Vergleich: Tradition und Modifikation - Katalog - Wissenschaftlichkeit und Subjektivismus: Profanierung und Ende der christlichen Bildkunst?