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«Selbst wenn die Welt unterginge, würden deine Weibergeschichten nicht aufhören»

Zwischen «Butt» und «Rättin» - Frauen und Frauenbewegung bei Günter Grass-

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Barbara Garde

Als männlich betroffener Zeitgenosse zeichnet Günter Grass «anschaulich» - das heisst aus eigener Anschauung - Ängste und Hoffnungen im Bezug auf die Frauenbewegung nach. Die Arbeit vergleicht die Darstellung dieser Bewegung bei Grass mit der feministischen Theorie und Praxis der 70er und 80er Jahre, der Dekade der Frau zwischen den Grass-Romanen «Der Butt» und «Die Rättin». Unter Einbeziehung der früheren Grass-Romane wird die Theorie des Weiblichen als «das Andere», als die hoffnungsvolle Utopie einer Alternative zur eroberungs- und zerstörungsorientierten Männergesellschaft analysiert. Feministisches und grasssches Literatur- und Geschichtsverständnis werden verglichen, und es wird der Versuch unternommen, Literaturgeschichte als einen bestimmenden Faktor in der Zeitgeschichte aufzuweisen.
Aus dem Inhalt: Die neue Frauenbewegung: Entwicklung, Trends, Schwerpunkte und ihre Rezeption bei Günter Grass - Die Vorstellung weiblicher Kreativität bei Grass - Frauendarstellung - Das Problem der Gleichberechtigung - Zwischen feministischer Utopie und patriarchalischem Märchen.