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Darstellung von Kriminalität in der deutschen Literatur, Presse und Wissenschaft 1900 bis 1930

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Isabella Claßen

In der vorliegenden Untersuchung soll anhand exemplarischer Kriminalfälle - Hochstapler, Giftmörderinnen, Massenmörder - das Miteinander und Gegeneinander der öffentlichen Meinungsbildung in fachwissenschaftlichen, publizistischen, dokumentarischen und belletristischen Veröffentlichungen rekonstruiert werden. Gerade im Zeitraum 1900 bis 1930 sehen sich gesellschaftlich vielfach marginalisierte Schriftsteller als Leidensgenossen anderer «Außenseiter der Gesellschaft». Das Thema «Verbrechen und Strafe» hat die Funktion der Selbstdarstellung des Schriftstellers in einer Phase beschleunigter gesellschaftlicher und politischer Veränderungen, dient aber auch als Argument im Kampfe um gesellschaftliche und vor allem strafrechtliche Reformen.
Aus dem Inhalt: Folgende Romane und Erzählungen werden mit authentischen Kriminalfällen in Zusammenhang gebracht: Alfred Döblins «Die beiden Freundinnen und ihr Giftmord» in bezug auf den Giftmordfall Klein/Nebbe und sein Roman «Berlin Alexanderplatz» als Anspielung auf den Fall des Massenmörders Haarmann. Der Fall Carl Hau als Vorlage für Jakob Wassermannns «Fall Maurizius».