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Sprechen - Schreiben - Schweigen

Mutterbindung und Vaterimago des grünen Heinrich im Spiegel seines kommunikativen Verhaltens

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Ruth Kessel

Gottfried Kellers Roman «Der grüne Heinrich» fesselt trotz der bereits umfangreichen Sekundärliteratur auch weiterhin das Interesse der Fachwissenschaftler. Die vorliegende Untersuchung, die sich mit dem Sprechen, Schreiben und Schweigen des Protagonisten befasst, lässt ein enges Bedingungsgeflecht erkennen zwischen dem Kräftespiel von Mutterbindung und Vaterimago und dem kommunikativen Verhalten. Die Darstellung bislang in der Fachliteratur nicht erwähnter und vom Dichter selbst nicht offenbarter Parallelen zwischen diesem Roman und der frühen Kaspar-Hauser-Literatur eröffnet darüber hinaus nicht nur neue Perspektiven bei der Deutung einzelner Episoden, sondern leistet auch einen wesentlichen Beitrag zur Diskussion über das Verhältnis von fiktionalen und biographischen Elementen.
Aus dem Inhalt: U.a. Die mütterliche Welt der Vaterspiele - Flucht zu den Müttern und Sehnsucht nach dem Vater - Auf den Spuren des Vaters zurück zu den Müttern - Die mütterliche Welt der Vaterträume.