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Poesie der Depression

Untersuchungen zur Raum- und Zeitdarstellung Georg Heyms

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Helmut Heitkamp

«Masslose Traurigkeit» herrscht in Georg Heyms depressiver Poesie, «grenzenlos» ist das Glück in seinen euphorischen Texten. Charakteristisch für Heym ist aber die Überzahl der traurigen Gedichte. In ihnen weist diese Untersuchung zum ersten Mal das Heymsche depressive Syndrom nach, so wie es mit der kognitiven Theorie der Depression fassbar wird. Das neue Verständnis von Heyms düsteren Texten lässt sich allerdings noch weiter vertiefen: Sein depressives Denken und Dichten ist nur im Zusammenhang mit dem euphorischen zu begreifen. Eingehende Vergleiche beider zeigen überraschende Entsprechungen in der Raum- und Zeitdarstellung dieses frühexpressionistischen Autors.
Aus dem Inhalt: Heyms Deutungen existentieller Zeiterfahrungen und deren Strukturen - Das Heymsche depressive Syndrom - Die kategorialen Zusammenhänge depressiven sowie euphorischen Erlebens der Zeit und des Raumes.