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Augengrund

Zeitdiagnose und Gesellschaftskritik im westdeutschen Roman nach 1967

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Zbigniew Swiatlowski

Das Buch spricht von den Erscheinungsformen und Wandlungen des westdeutschen Gesellschaftsromans nach der Zäsur des Jahres 1967. Extensive Vollständigkeit wird in ihm nicht angestrebt; es befindet sich vielmehr auf der Suche nach Konstellationen, die zeittypisch sind und mehr als nur eine individuelle Bewusstseinslage anzeigen.
Der Einsatzpunkt der Darstellung wird durch politische Ereignisse der Jahre 1967/68 markiert; literaturgeschichtliche Begründung findet er in den um diesen Zeitpunkt herum stattfindenden ästhetischen Umdenkprozessen, die - man konnte es deutlich bei Grass, Walser, Weiss, Enzensberger u.a. beobachten - wesentlich auch die Literaturpraxis beeinflusst haben. Im Zentrum der Analyse stehen die «Klassikergestalten» des westdeutschen Romans; es werden jedoch auch weniger bekannte Autoren ausführlich behandelt, soweit deren Werke sich auf das «Abenteuer» mit der Zeitgeschichte einlassen.
Aus dem Inhalt: 1. Literatur als politische Handlung - Ästhetische Konzepte von H.M. Enzensberger und Martin Walser - 2. Emanzipatorische Lebensläufe: Günter Herburger, Karin Struck - 3. Die Literatur der Grenzgänger: H. Kipphardt, Jean Améry, Fritz Zorn.