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Hans Kelsen im Kriegseinsatz der k.u.k. Wehrmacht

Eine kritische Würdigung seiner militärtheoretischen Angebote

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Gerhard Oberkofler and Eduard Rabofsky

Hans Kelsen hat das Bewusstsein und die Einstellung von einigen Juristengenerationen entscheidend geprägt, obschon der Inhalt seines anspruchsvollen Gedankengebäudes nur wenigen Experten tatsächlich bekannt ist. In Vergessenheit geraten ist allerdings, dass Hans Kelsen im Grossreich Österreich-Ungarn fast zwanzig Jahre seines wissenschaftlichen Werdens und Wirkens erlebt und hier schon vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges seine als «Reine Rechtslehre» bezeichnete Theorie des positiven Rechts entwickelt hat. Im Verlaufe des Ersten Weltkrieges gelangte Kelsen in die militärpolitisch einflussreiche Position des letzten Beraters des letzten Kriegsministers des letzten Kaisers von Österreich. Noch am 7. Oktober 1918 war er am Grünen Tisch des k.u.k. Kriegsministeriums Spiritus rector einer Konferenz der höchsten militärischen Prominenz, die hinter dem Rücken der Völker der Monarchie nach einer «für alle Verhältnisse passenden» Wehrmachtskonstruktion suchte.
Inhalt: Der Erste Weltkrieg und Hans Kelsen - Reserveleutnant Hans Kelsen zieht in den Krieg - Militärgutachten zur Frage der materiellen und formellen Rechtskraft von Militärverwaltungsakten - Zur Reform der Verfassungsrechtlichen Grundlagen der Wehrmacht Österreich-Ungarns - Für die systematische Durchsetzung der Militärverwaltung mit «gesundem juristischen Denken» - Ein Militärgesetzentwurf von Hans Kelsen geht mit dem Kaiserreich unter - Das militärische Ende - Dokumente.