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Der Halberstädter Karls- oder Philosophenteppich

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Anette Erler Schmidt

Der Halberstädter Karls- oder Philosophenteppich (Beginn des 13. Jhs.) ist nur unvollständig erhalten. Etwa ein Fünftel seines Text-Bild-Programms ist verloren. Alle bisherigen Versuche, die Spruchtexte zu ergänzen, basierten auf keinem zureichenden Beweismaterial. Sie konnten sich daher nicht durchsetzen. Die Verfasserin vermag für ihre Spruchergänzungen erstmals zahlreiche Parallelen aus der lateinischen Literatur des Mittelalters anzuführen, so dass die Spruchtexte nunmehr als gesichert gelten können. Erst jetzt lässt sich das Textprogramm in der Gesamtheit seiner Aussagen erfassen. In seinem Mittelpunkt steht der amicus fidelis, der treue Freund, der für einen mittelalterlichen Herrscher zugleich der beste Ratgeber ist.
Aus dem Inhalt: U.a. Forschungsbericht über die bisherigen Ergänzungsversuche - Der neue Interpretationsvorschlag - Karl der Grosse, die Zentralgestalt, ein weiser Herrscher - Einheit von Text- und Bildprogramm: die Person des Ratgebers.