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Oscar Wildes Vater über Metternichs Österreich

William Wilde - ein irischer Augenarzt über Biedermeier und Vormärz in Wien- Herausgegeben von Irene Montjoye

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Irene Montjoye-Uhlenhuth

Oscar Wildes Vater, der irische Augenarzt, Spitalsgründer, Archäologe und wissenschaftliche Leiter der irischen Volkszählungen, verbrachte 1840 ein Jahr in Wien. Das hohe Ansehen der Wiener Medizinischen Schule und der schlechte Ruf, den der Polizeistaat Metternichs in den liberaleren Ländern Westeuropas genoss, bewogen den bereits berühmten Reisebuchautor in Wien ein «Handbuch» über Österreich zu schreiben. Er vergleicht darin jeweils die Absicht des Staates mit der tatsächlichen Auswirkung von staatlichen Einrichtungen oder gesetzlichen Regelungen auf das Wohlergehen der Bürger. Während er sowohl das öffentliche Schulwesen des Kaiserreiches und die medizinischen und sozialen Einrichtungen lobt, tadelt er die Zensur und die Bevormundung der Gelehrten, Dichter und aller anderen Neuerer durch den Polizeistaat, der aus Angst vor Unruhe und Revolution den geistigen, wirtschaftlichen und künstlerischen Aufschwung Österreichs verhinderte.
Aus dem Inhalt: Wildes Schilderung des österreichischen Schul- und Spitalwesens um 1840 - gesetzliche Grundlage, Finanzierung und Nützlichkeit - die Homöopathie in Österreich; die neue Augenheilkunde; das Sanitäts- und Veterinärswesen; die Ärzteausbildung; öffentliche Vergnügungsstätten; der relative Wohlstand der Handwerker und Kaufleute; Hurenwesen und Bestattung.