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Kapitalmärktegleichgewicht und unfreiwillige Arbeitslosigkeit

Zur mikrotheoretischen Konsistenz von Malinvauds Typologie unfreiwilliger Gleichgewichtsarbeitslosigkeit in einem neowalrasianischen Ein-Produkt-Modell mit überlappenden Generationen und unvollständiger Kapitalmärktestruktur

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Karl Farmer

Malinvauds Unterscheidung «klassischer» und «keynesianischer» unfreiwilliger Arbeitslosigkeit ist an der Konstellation des exogen fixierten Reallohns und Preisniveaus orientiert. Die an der Flexibilität bzw. funktionalen Bestimmtheit der aggregierten Nettoinvestitionen orientierte «Keynes-Klassik» - Unterscheidung der Fünfziger- und Sechzigerjahre spielt in Malinvauds Prototypmodell keine Rolle, weil weder die Investitionsentscheidung mikrotheoretisch fundiert noch die postulierte Unternehmenszielsetzung vom Kapitalmärktegleichgewicht abgeleitet wird. Außerdem ist die Festpreisannahme insbesondere bei «klassischer» Arbeitslosigkeit markttheoretisch inkonsistent.
In dieser Arbeit wird in einem Prototypmodell mit überlappenden Generationen und unvollständigen Kapitalmärkten der Zusammenhang zwischen der investitions- und festpreisorientierten Keynes-Klassik-Unterscheidung untersucht. Insbesondere wird die These geprüft, ob die markttheoretische Inkonsistenz von Malinvauds «klassischer» Arbeitslosigkeit nicht auf die implizit unterstellte neokeynesianische Investitionsfunktion zurückzuführen ist.
Aus dem Inhalt: Eine Zwei-Perioden-Ein-Produkt-Zwei-Faktoren-Wirtschaft mit überlappenden Generationen und unvollständigen Kapitalmärkten - Die mikrotheoretischen Preis-Mengen-Relationen unter alternativen Spezifikationen der Kostenfunktionen für Investitionsgütertransaktionen - Die Konsistenz der Malinvaud-Typologie unfreiwilliger Arbeitslosigkeit.