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Macht, Verteilung, Inflation

Die Verteilungskampfhypothesen der Inflation als Ausgangspunkt einer sozioökonomischen Inflationserklärung

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Walter Dörhage

Eine integrierte Sichtweise der ökonomischen und politischen Prozesse bei der Verteilung des Realeinkommens und der Entstehung von Inflation verfolgt das Ziel, bestimmte Schwächen einer rein wirtschaftswissenschaftlichen Sichtweise zu überwinden. Im Bereich der Verteilungstheorie zeigen sich die Probleme der traditionellen Ansätze im Fehlen einer kausal orientierten Erklärung des Verteilungsprozesses, die auch empirisch abstützbar wäre. Ausgangspunkt der Betrachtung ist eine Analyse der verteilungskampforientierten Inflationserklärung. Die Auseinandersetzung mit der ökonomischen und sozialwissenschaftlichen Machtdebatte mündet in ein begriffliches Konzept sozialer Macht als Analyse-Instrument für das Verteilungshandeln der sozialen Akteure. Es folgt eine Aufklärung der institutionellen Bedingungen, der Machtressourcen und Machtpotentiale der ökonomischen, politischen und staatlichen Verteilungsakteure sowie ihrer Erfolgsaussichten. Damit sind Voraussetzungen für eine detaillierte Sichtung der von Verteilungszielen und Verteilungshandeln geprägten Entstehungsbedingungen von Inflation gegeben, die dann eine Darstellung der Wirkungsmechanismen und Ablaufzusammenhänge inflationärer Impulse und ihrer Transmission im ökonomischen System sowie grundlegender empirischer Zusammenhänge erlauben.
Aus dem Inhalt: Inflationserklärung in den Verteilungskampfhypothesen - Machttheoretische Ansätze - Akteure, Handlungsfelder und Machtpotentiale im Verteilungskonflikt - Einkommensverteilungsprozeß und Inflation.