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Journalisten gegen Demokratie oder Faschismus

Eine kollektiv-biographische Analyse der beruflichen und politischen Herkunft der österreichischen Tageszeitungsjournalisten am Beginn der Zweiten Republik (1945-1947)

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Fritz Hausjell

Welche Personen wurden beim Aufbau der Presse im 1945 wiedererstandenen Österreich als redaktionelle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen herangezogen? Boten diese Journalisten und Journalistinnen mit ihren beruflichen und politischen Erfahrungen während der Ersten Republik, unter dem «Ständestaat» sowie zur Zeit des «Dritten Reiches» eine günstige Voraussetzung für die Entwicklung eines demokratischen Nachkriegsjournalismus? Die vorliegende Studie, die alle Redaktionsmitglieder sämtlicher österreichischen Tageszeitungen der Jahre 1945 bis 1947 umfaßt, macht deutlich, daß ein erheblicher Teil der ersten Journalistengeneration nach der Befreiung 1945 politisch belastet war. Diese Problematik verschärfte sich durch die Nichtrückholung der durch «Ständestaat» und NS-Regime in großer Zahl vertriebenen antinationalsozialistischen, demokratischen und engagierten Journalistinnen und Journalisten.
Aus dem Inhalt: U.a. Die Redaktionen der einzelnen Tageszeitungen - Die Entnazifizierung der Journalisten - Unterschiede zwischen der redaktionellen Zusammensetzung der Parteipresse und der «parteiunabhängigen» Presse - Die Veränderung des Anteils der Journalistinnen in der Tagespresse von der Ersten Republik bis heute - Kurzbiographien von 437 Journalisten.