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Konfession und Politik

Interkonfessionelle Flugschriftenpolemik aus Süddeutschland und Österreich (1564-1612)

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Hildegard Traitler

Die vorliegende Untersuchung über Konfession und Politik bietet mit der Darstellung der literarischen Auseinandersetzung katholischer und protestantischer Kontroverspublizisten gegen Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts einen Einblick in den Abschluß der Konfessionsbildung. Das Leben, Wirken und Werk dieser Publizisten aus Österreich und Süddeutschland (1564 - 1612) wird mit der allgemeinen politischen und religiösen Entwicklung in Österreich in Bezug gesetzt.
Die strittigen Themen werden erörtert.
Als bescheidener Erfolg der Kontroverspublizistik, die immer das Recht auf Glaubensfreiheit forderte, können die Ansätze von Toleranz wie auch das Bemühen um Schule und Bildung gewertet werden. Die wichtigste Leistung der Flugschriften dieser Zeit ist aber die Schaffung einer umfassend und weitgehend gleichförmig informierten Anhängerschaft der führenden Religionsparteien und die Entstehung einer politisch wirksamen reformatorischen und reformkatholischen Bewegung.
Aus dem Inhalt: Die Flugschriftenliteratur in ihrer äußeren Erscheinungsform: Drucker, Druckorte, Zensur, Buchhandel - Die politische und religiöse Entwicklung in den Habsburger Erblanden - Die Kontrahenten und die strittigen Themen - Inhaltsanalyse der Streitschriften und die Kritik an den gesellschatlich politischen Strukturen - 2 Bibliographien, 1 Sachanhang, 1 Bildanhang.