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Der Blick, der aufs Grauen geht

Zur Bestimmung von Theologie in Geschichte als Unheilskontinuum

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Hans-Gerd Schwandt

Die Theologie sieht sich heute in niemals radikaler erfahrener Weise mit der Notwendigkeit konfrontiert, ihr Sprechen von Gott im Kontext geschichtlichen Bewußtseins zu begründen. Sie gerät dabei in die Schwierigkeit, Gott als geschichtlich Handelnden mit der Entdeckung des Menschen als Geschichtssubjekt vermitteln zu müssen. Dies radikalisiert sich noch, wenn nicht nur die «Siege» der Geschichte, sondern ihre Katastrophen, ihre Opfer entdeckt werden. Wie läßt die theologische Rede von geschichtlichem Heil sich mit der Analyse von Geschichte als einem «Kontinuum von Katastrophen» noch vereinbaren? Theologie wird im «Blick, der aufs Grauen geht», zumindest fragmentarisch: Sie kann das, wovon sie spricht, nur noch als vermißt beklagen.
Aus dem Inhalt: Notwendigkeit geschichtlicher Selbstverständigung und theologisches Sprechen von geschichtlichem Heil - Geschichte als Kontinuum und Katastrophe - Das Ende des Geschichtssubjekts - Eschatologie als Kritik geschichtlichen Kontinuums? - Fragmentarische Theologie: Einklagen der Rettung des Unrettbaren.