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Brasilien als Rezipient deutschsprachiger Prosa des 20. Jahrhunderts

Bestandsaufnahme und Darstellung am Beispiel der Rezeptionen Thomas Manns, Stefan Zweigs und Hermann Hesses

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Susanne Thimann

Ausgehend von der aus dem Deutschen ins Brasilianische übersetzten Prosaliteratur von Autoren des 20. Jahrhunderts gelangt diese Untersuchung zu Aussagen über deren Beurteilung und Stellenwert zu verschiedenen Zeiten. Die Rezeption wird vornehmlich als Reputationsgeschichte aufgefaßt, und es wird gezeigt, daß die unterschiedlichen Phasen maßgeblich von den jeweiligen gesellschaftspolitischen Verhältnissen in Brasilien beeinflußt werden. Die Erhellung der literarisch-soziologischen Wechselwirkungen erweitert die der Reputationsgeschichte zugrundeliegende literarische Frage nach der Bedeutung der aufzunehmenden Werke um die soziologische Frage nach den Aufnehmenden.
Allein die Werke Manns, Zweigs und Hesses genießen bei Verlegern, Kritikern und Lesern gleichermaßen eine umfassende Reputation. Der Grund dafür liegt in der psychologisch begründeten Übereinstimmung ihrer literarischen Themen und Darbietungsformen mit der Empfindungsweise der Brasilianer. Letztlich haben das Ausmaß und die nachhaltige Wirkung gerade ihrer Werkrezeptionen zu Kulminationsphasen in der Gesamtrezeption deutschsprachiger Prosa geführt und jeweils neuartige Entwicklungen eröffnet.
Aus dem Inhalt: Die Auswirkungen gesellschaftspolitischer Verhältnisse in Brasilien auf die Rezeption deutschsprachiger Literatur - Literaturtheoretische Komponenten des Rezeptionsprozesses, übertragen auf Brasilien - Ausführliche Einzeldarstellungen der Werkrezeptionen Thomas Manns, Stefan Zweigs und Hermann Hesses.