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Heinrich Mann - Zwischen Dichtung und Leben

Studien zur Autobiographik

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Brigitte Abold

Kaum ein anderer deutscher Autor ist so oft mißverstanden worden wie Heinrich Mann. Autobiographik als Methodik dichterischer Arbeitsweise ist einer der Schlüssel zum Werk dieses vor allem politischen Schriftstellers. Das eigene Leben, das er dichterisch überformt ins Werk einbringt, prägt sein dichterisches Selbstverständnis bis zu dem Moment, wo es ihm soziale bzw. politische Belange erschließt. In diesem Sinne erweist sich Heinrich Mann als wirklich moderner Autor, dem es gelingt, klassische Subjekt-Objekt-Strukturen mit zeitgenössischen Formen und Inhalten zu bereichern. Dieses Buch sucht sich vom Biographismus abzugrenzen, der platt vom Leben aufs Werk schließt und umgekehrt. Statt dessen werden hier autobiographische Texte mit fiktiven bzw. fiktionalisierten Texten verglichen und als Äußerungen des Dichters Heinrich Mann interpretiert.
Aus dem Inhalt: Autobiographik mit psychologischer Transzendenz - Autobiographik mit existentieller Repräsentanz - Relationierung des Autobiographischen in einer allumfassenden Zeitbezogenheit.