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Dichtungen Lateinisch und Deutsch

Dritter Band: Dichtungen der Jahre 1528-1537

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Harry Vredeveld

Helius Eobanus Hessus (1488-1540) - der «König» des Erfurter Dichterkreises - ist der bedeutendste Vertreter des christlichen Humanismus in Deutschland. Mit seinem «Bucolicon» (1509) führte er die zyklische Ekloge in die deutsche Literatur ein und mit den viel bewunderten «Heroidum Christianarum Epistolae» (1514) begründete er die Gattung des christlichen heroischen Briefes.
Sein vielseitiges, aber auch stilistisch hervorragendes Oeuvre umfaßt Zeitgedichte (z.B. über die Reformation und den Bauernkrieg), Trauergedichte auf berühmte Zeitgenossen (Friedrich der Weise, Albrecht Dürer, Ulrich von Hutten u.a.m.) sowie beachtenswerte Gelegenheitsgedichte («Sylvarum libri IX»). Besonders berühmt wurde sein Lobgedicht auf Nürnberg («Urbs Noriberga illustrata»). Auch als Übersetzer aus dem Griechischen hat sich Eobanus einen hervorragenden Namen gemacht (erste metrische Übersetzung aller Idyllen Theokrits und der ganzen «Ilias»).
Die Dichtungen werden hier zum großen Teil erstmals kritisch ediert und übersetzt.
Aus dem Inhalt: Eobanus' Gedichte über den deutschen Bauernkrieg - Einen Glückwunsch an Kaiser Karl V. zum Augsburger Reichstag - Eine Aufforderung zum Türkenkrieg - Trauergedichte («Epicedia») - Das Lobgedicht auf Nürnberg - Die «Heroidum libri III» in der revidierten Fassung von 1532 und ein kleines Epos auf den Würtemberger Sieg des Landgrafen Philipp von Hessen.