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Lehreraggressionen

Der Diskurs von Sonderschulreferendaren über Strafe

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Paul Walter

Schulischen Strafen wird sowohl von Erziehungstheoretikern als auch von praktisch arbeitenden Pädagogen mit grundsätzlichen Vorbehalten begegnet. Trotzdem neigen Lehrer bei Konflikten im Schulalltag zu meist ungewollten, im Affekt verabreichten Strafen. Wie Intensiv-Interviews mit Sonderschulreferendaren, einer für das Thema «Strafe» besonders sensiblen Personengruppe, ergeben, führt die Anwendung von Strafen wider Willen zu tiefer Verunsicherung. Bei der Analyse des Straf-Diskurses der Referendare zeigt sich darüber hinaus die aggressive Motivation und Erscheinungsform der heute als «Strafen» geltenden Verhaltensweisen.
Aus dem Inhalt: Das Tabu über Strafe - Von der Politik der Strafzwecke zur Psychologie der Strafwirkung - Der Strafbegriff in der (sonder-)pädagogischen Praxis - Die Bedeutung der Körperstrafen.