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Heinrich von Kleist und Adam Müller

Mythologisches Denken

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Michael Emmrich

Die Lehre von den drei die Welt umgreifenden Epochen der menschlichen Genesis, die darin enthaltene Idee vom goldenen Zeitalter und die Trauer über den Verlust des ursprünglichen Paradieses strukturieren das Gesamtwerk Heinrich von Kleists und Adam Müllers. Beider Arbeiten können nicht gegen diesen grundlegenden Gedanken interpretiert werden. Kleist und Müller zeigen sich damit dem im «Ältesten Systemprogramm» formulierten Begriff einer neuen Mythologie und einer neuen Religion verpflichtet. Beide stehen im Kontext der Zeit: G.H. Schubert, Schelling, F. Schlegel oder Hölderlin sind zu nennen. Als frappierend erweist sich die Verwandtschaft des Denkens Heinrich von Kleists mit den Ideen Adam Müllers, dessen Bedeutung als Literaturkritiker und Rhetoriker bislang kaum das Interesse der germanistischen Forschung gefunden hat.
Aus dem Inhalt: U.a. Der Mythos im Gespräch über das Marionettentheater - Die Idee vom goldenen Zeitalter bei H. v. Kleist - Der Philosoph Adam Müller - Adam Müller und der Prinz Friedrich von Homburg.