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Raffael im Almanach

Zur Raffaelrezeption in Almanachen und Taschenbüchern der Romantik und des Biedermeier

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Beate Reifenscheid-Ronnisch

Mit dem Namen Raffael Sanzio verband die Romantik in Deutschland eine geradezu kultische Verehrung des Künstlers wie auch des Menschen. Sein Werk wurde erstmals und exemplarisch für die nachfolgende Kunstgeschichtsschreibung erfaßt, gedeutet und in einem größeren Kontext interpretiert. Initiiert wurde diese intensive Auseinandersetzung durch die Romantiker - vornehmlich W.H. Wackenroder, L. Tieck und Fr. Schlegel. - Ausgehend von diesem Faktum wurden für die vorliegende Untersuchung Almanache und Taschenbücher der Romantik und des Biedermeier nach ihrem Bestand an Kupferstichen nach Werken Raffaels oder seiner Vita überprüft. Erstmals stellte sich heraus, daß hier eine breite Basis der Rezeption für ein mündiges Publikum geschaffen wurde. Über die zierlichen Kupfer hinaus sind es dann vor allem die Texte zu den Stichen, die eine inhaltliche Deutung oder gar kunsthistorische Betrachtung versuchen. Dem Leser eröffnete sich im Almanach ein erster historischer Horizont von Kunst.
Aus dem Inhalt: Rezeption der unterschiedlichsten Raffaelwerke im Almanach - Unterschiede in Romantik und Biedermeier vor dem Hintergrund der Literatur und Kunstgeschichtsschreibung - Bibliographischer Katalogteil.