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Koordinationsprobleme in einer Geldwirtschaft

Ein Beitrag zur Stabilitätstheorie unter keynesianischen Ausgangsbedingungen

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Horst Reichert

Keynesianer bestreiten, daß man anhand der neoklassischen Theorie die immer wieder zu beobachtende hohe Arbeitslosigkeit erklären kann; sie wollen die neoklassische Ökonomie durch eine auf wirklichkeitsnäheren Bedingungen beruhende und deshalb aussagekräftigere Theorie ersetzen. In dieser Arbeit wird untersucht, inwieweit mit modernen keynesianischen Ansätzen letztlich (unfreiwillige) Arbeitslosigkeit überzeugend begründet werden kann. Dabei spannt sich der Bogen von Leijonhufvuds Konzept rigider Preiserwartungen und den Mengenrationierungsmodellen, über Davidsons, Minskys und Shackles fundamental-keynesianischen Stabilitätspessimismus und Tobins portfoliotheoretische Argumentation bis hin zu Rieses «monetärer» Ableitung von Unterbeschäftigung. Die Diskussion dieser Ansätze führt in wesentlichen Punkten zu einer Position, wie sie der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik zugrunde liegt.
Aus dem Inhalt: Investieren bei unvollkommener Information - Die Rezessionserklärung bei Leijonhufvud, in fundamental-keynesianischen Ansätzen und in Mengenrationierungsmodellen - Rieses «monetäre» Zinserklärung als Kern seiner Theorie für eine Geldwirtschaft - Lohnhöhe, Gewinnerwartungen und Beschäftigung in der komparativ- statischen und in der dynamischen Betrachtung - Inflation und gesamtwirtschaftliche Koordinationsprobleme - Die Konsequenzen für die wirtschaftspolitische Konzeption.