Show Less
Restricted access

Soziologie im Wandel

Ein Beitrag zum Entstehungsprozeß der Soziologie in Deutschland

Series:

Frank Thieme

Die Geschichte der Soziologie in Deutschland ist lange Zeit verkürzt dargestellt worden. Die Zeit zwischen 1933 und 1945 wurde ausgelassen. In diesem Buch sollen die Gründe dafür, einschließlich einer Analyse der Argumente, die für eine Nichtbefaßung sprachen, vorgestellt werden. Gesellschaftliche Entwicklung ist ein Prozeß, der Wissenschaft einschließt. Auch diese entwickelt sich prozeßhaft, d.h. ihre Geschichte, hier: die der Soziologie, beginnt viel früher als deren Institutionalisierung als akademische Disziplin an den Universitäten. Dieser langfristige Prozeß, seit dem Aufkommen soziologischer Fragestellungen, wird an ausgewählten Beispielen untersucht. Er schließt jene dunkle Epoche deutscher Geschichte - die NS-Zeit - ein, in der es Soziologie angeblich nicht geben konnte. So wird ein verblüffend kontinuierlich verlaufender Prozeß erkennbar, der sowohl 1933 als auch 1945 erstaunliche Kontinuitäten aufwies.
Aus dem Inhalt: Soziologiefachgeschichte zwischen 1933 und 1945 aus der Sicht der Insider - Probleme einer Fachgeschichte der Soziologie - Wissenschaftssoziologie und Wissenschaftsgeschichte - «Trivialisierung» der Wissenschaft und «Selbstbehinderung» der Soziologie - Woher kamen die «frühen» Soziologen? - Soziologie und öffentliche Akzeptanz - Soziologie in Fachpublikationen - Soziologie in Lehrveranstaltungen 1919-1945 - Personelle Kontinuitäten nach 1945.