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Franz Kafka und die Expressionisten im Ende der Neuzeit

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Cristina Falk

In den Jahren um den Ersten Weltkrieg zerbrachen die Sinnzusammenhänge der abendländischen Neuzeit. Zugleich trat erstmals die Grundproblematik einer nicht mehr regional beschränkten, sondern menschheitlichen Kultur hervor. Dieses epochengeschichtliche Ereignis bildete den Erfahrungshintergrund für Franz Kafka und die Expressionisten. Er konnte so lange nicht klar erkannt werden, als die literaturwissenschaftliche Methodik den Voraussetzungen der Neuzeit verhaftet blieb. Durch eine Anwendung der Komponentenanalyse wird nun eine Rekonstruktion der damaligen epochalen Sinnzusammenhänge möglich. Sie enthalten Grundzüge, die auch in den Einzelwerken Kafkas und seiner Zeitgenossen nachweisbar sind. So kann deren Sinn auf eine von den subjektiven Vorstellungen des Interpreten unabhängige Weise gedeutet werden. In der Dichtung unserer Gegenwart ist eine Wiederkehr wichtiger Motive von damals zu beobachten. Ihre Kenntnis kann auch zu einem besseren Verständnis der heutigen geistigen Situation verhelfen.
Aus dem Inhalt: Franz Kafka und das Geheimnis des 20. Jahrhunderts - Das Problem der Zeit und der Geschichte - Epochale Sinnstrukturen und ihre Ordnung - Die letzte Position der Neuzeit - Der Umbruch und seine Bedeutung - Eingehende Deutung von Werken Kafkas («Beschreibung ...» «Amerika», «Das Urteil» «Die Verwandlung», «Der Prozeß») sowie folgender Expressionisten: Barlach, Benn, Döblin, Heym, van Hoddis, C. Hauptmann, Kaiser, Sorge, Stramm, Trakl, Werfel.