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Das erdichtete Ich

Zur Gattungspoetik der fiktiven Autobiographie bei Grimmelshausen, E.T.A. Hoffmann, Thomas Mann und Rainer Maria Rilke

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Matthias Hattemer

Die Untersuchung will zwischen der klassisch-bürgerlichen Autobiographie und dem autobiographischen Roman eine Subgattung «fiktive Autobiographie» etablieren. Auf der Ebene literaturhistorischer Interpretation möchte die Arbeit einen Beitrag zur Gattungstheorie leisten und zeigen, wie sich die Poetik der Autobiographie den Erzählstrukturen des Romans anverwandelt. Auf der Ebene dargestellter und abgebildeter Ich-Identität wird die Autobiographie als Spiegel eines Ich-Bewußtseins gedeutet: die fiktive Autobiographie ist - im Gegensatz zur Hauptgattung - Ausdruck von verweigerter Ich-Identität. Das Binnenverhältnis von Autor, Erzähler und Protagonist steht im Zeichen einer gebrochenen Identitätserfahrung.
Aus dem Inhalt: U.a. Autobiographie und Identität - Grimmelshausen und sein Simplicius - E.T.A. Hoffmann und sein Medardus - Der autobiographische Roman - Thomas Mann und sein Hochstapler - Rainer Maria Rilke und sein Ausgestoßener.