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Petrarcas Philosophisches Programm

Über Prämissen, Antiaristotelismus und «Neues Wissen» von «De sui ipsius et multorum ignorantia»

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Andreas Kamp

Der allgemein als «Vater» des Humanismus bzw. der Renaissance ausgezeichnete Petrarca wird hier anhand seiner Programm-Schrift «De sui ipsius et multorum ignorantia» erstmals in seiner fundamentalen Rolle als philosophischer Autor vorgestellt und analysiert. Petrarcas radikaler Kritik an Aristoteles sowie den diversen «mittelalterlichen» Aristotelismen steht ein dezidiert betriebener philosophischer «Paradigmenwechsel» gegenüber, der auf eine ganz andere, von Augustinus, Platon und Cicero dominierte Antike gründet. Kritik und Neuorientierung machen die Basis aus, von der Petrarca erst zum Urheber von Humanismus/Renaissance werden konnte. Die «Topographie» von Ausmaß, Inhalt und Ursachen seines Erfolgs gestattet ferner einen neuen Zugang zu jener generell als «Beginn der Moderne» betrachteten historischen Epoche.
Aus dem Inhalt: Petrarca als Philosoph - Leben in einer unbehaglichen Welt - Aggressive Ignoranz oder der Kampf gegen Aristoteles - Petrarcas philosophischer Rekurs auf eine «andere Antike» - Wirkungen und Ursachen.